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Rheinisches Studieninstitut für
kommunale Verwaltung in Köln


Gesundheitsorientiertes Führen 06120119



Viele Behörden und Unternehmen sehen zunehmend die Notwendigkeit, dass die Führungskräfte sich mit dem Thema Gesundheitsorientierte Führung beschäftigen. Die Führungskräfte sollen

- sensibilisiert werden für die eigene Selbstfürsorge „wie bleibe ich gesund, wie bin ich in meiner Balance“,
- die Bedeutung der Vorbildfunktion als Führungskraft erkennen,
- ihre Einflussmöglichkeiten bei der Motivation und für das Wohlbefinden der Mitarbeiter erkennen und gestalten.

Gesundheitsorientiertes Führen – warum?
MitarbeiterInnen werden heute in der Arbeitswelt in viel höherem und umfassenderem Maße gefordert als früher. Auch innerhalb von Behörden und Verwaltungen nehmen Leistung– Erfolgsdruck, hohe Personalfluktuation, Arbeitsverdichtung und Mangel an Ressourcen massiv zu und werden zunehmend als Überbeanspruchung empfunden.
Die Notwendigkeit hier zu handeln wird zudem aus den gesellschaftlichen Trends (Demografischer Wandel, Recruiting etc.) und auch aus dem vermehrten Druck (stärkerer Kostendruck) abgeleitet. Führungskräfte haben nachgewiesenen Einfluss auf die gezielte Erhaltung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit innerhalb von Behörden und damit auf die MitarbeiterInnen. Damit trägt jede Führungskraft auch eine hohe Verantwortung für das Thema „Gesundheitsorientiertes Führen“.

Da die Führungskräfte auf der einen Seite als Vorbild und auf der anderen Seite als Multiplikator für gesundheitsorientiertes Leben stehen sollen, sind die übergreifenden Ziele der Weiterbildung:
- Anzeichen und Auswirkungen von negativem und chronischem Stress bei sich selbst und den zu führenden Mitarbeitern erkennen können,
- Mögliche Handlungsfelder in der täglichen Arbeit als Führungskraft identifizieren und adäquat darauf reagieren,
- „Abfedern“ des eigenen Stresslevels.

Ziele:
Ziele des Seminars ist es
- wichtige Hintergrundinformationen zu vermittelt sowie Strategien und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um mit diesen Herausforderungen adäquat umzugehen;
- wesentliche Wirkzusammenhänge zum Thema Gesundheit und Prävention kennen zu lernen und damit einen gesundheitsfördernden Arbeitsrahmen zu schaffen;
- durch Selbstreflektion einen verantwortungsbewussten Umgang mit der eigenen Lebensbalance zu ermöglichen, um einen gesundheitsorientierten Führungsstil vorzuleben und gleichzeitig die Effekte und Reichweite gesundheitsfördernder Maßnahmen gezielt zu steigern und nachhaltig zu implementieren sowie
- die Bedeutung der persönlichen Ansprache, „sensibel in der Art und klar in der Sache“ und die Voraussetzungen für einen entwicklungs- und motivorientierten Dialog, der die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter positiv beeinflusst, kennen lernen.

Inhalte:
In der Veranstaltung reflektieren die TeilnehmerInnen ihre Rolle als Führungskraft und erkennen gesundheitsfördernde Einflussmöglichkeiten im Alltag. Sie üben sich in der Gesprächsführung und Motivation der Mitarbeiter zu einem gesundheitsorientierten Bewusstsein und lernen, wie sie Stresssymptome bei Mitarbeitern ansprechen können.

- „Meine Rolle in der gesundheitsorientierten Führung - Verantwortung / außerhalb meiner Verantwortung“
- Umgang mit der eigenen Lebensbalance auf den 4 Feldern nach der Theorie von Dr. Nossrat Peseschkian und deren Bedeutung: Berufliches Leben, Soziales Leben, Sinn/Kultur/Stille und Körper/Gesundheit
- Reflektion eigener Leistungsantreiber und deren Auswirkung auf die Selbst- und Mitarbeiterführung
- Früherkennung von Stresssituationen
- Motivierende und demotivierende Faktoren im Berufs- und Privatleben
- Gesundes Arbeiten durch entwicklungsfördernden Dialog mit den Mitarbeitern
- Präventive Maßnahmen als Führungs-Partner und Manager
- Früherkennung bei sich selbst und bei Mitarbeitern - die Stufen des Burnout
- Ansprache der Mitarbeiter mit Sensibilität und Klarheit im Erkennungsfall
- Bildung von Transferlerngruppen
- Transferüberprüfung und -sicherung , Praktische Fallarbeit
- Wünsche zur Seminarveranstaltung klären

Lernsituationen:
- Vermeintlich Bewährtes überprüfen
- Selbstwahrnehmung schärfen
- Neue Techniken erproben und erwerben
- Ermutigung zu Neuem

Methoden:
- Im Rahmen dieses Seminars ist eine gewisses Maß an Selbstreflexion nötig, da Gesundheit einen hohen individuellen Aspekt hat.
- Es werden die Techniken und Methoden durch die TeilnehmerInnen selbst eingeübt. Anhand konkreter Praxissituationen simulieren bzw. diskutieren die TeilnehmerInnen reale Problemzusammenhänge und lernen exemplarisch an ihnen. Gruppenarbeit und Einzelarbeit wechseln sich mit Phasen der Wissensvermittlung (Theoriefragmente / Trainer-Input) ab. Außerdem kommt dem Erfahrungsaustausch sowie die gegenseitige kollegiale Beratung eine hohe Bedeutung zu. Der Transfer in die konkrete Praxis zieht sich wie ein roter Faden über die 2 Tage hindurch.
Entgelt

330.00 Euro

Die Anmeldung ist möglich bis
29.07.2019
Referent/in

Birgit Huber-Metz

Termin

29./30.08.2019
09:00 - 16:00