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Rheinisches Studieninstitut für
kommunale Verwaltung in Köln


Raumklima und Nutzerzufriedenheit in Hocheffizienzschulen 34010118


Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gebäudewirtschaft sowie der Bauordnung.

Anforderungen an den Klimaschutz machen es erforderlich, dass der Energiebedarf von Schulen möglichst gering ist. Damit sollen die Ziele der Bundesregierung, „insbesondere ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand bis zum Jahr 2050“ (EnEV 2013, §1) erreicht werden. Mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz soll das „Niedrigstenergiegebäude“ spätestens ab 2021 Standard für alle Neubauten werden.

Neben einer energetisch guten Gebäudehülle kommt der Versorgungs- und Raumlufttechnik zur Erreichung dieser Ziele eine immer größere Bedeutung zu. Ein wichtiges Hilfsmittel bildet hierbei die Gebäudeautomation. Stichworte hierbei sind:

• Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung
• CO2- oder feuchtegesteuerte raumlufttechnische Anlagen
• tageslicht- und anwesenheitsabhängige Lichtsteuerung
• automatischer Sonnenschutz

Dabei werden die Eingriffsmöglichkeiten der Nutzer (insbesondere Lehrer/innen, Schüler/innen, Hausmeister/innen) weitestgehend minimiert um Fehleinstellungen zu vermeiden.
Allerdings werden die Erwartungen in die automatisierten Gebäude in der Regel nicht erfüllt.
Dies betrifft einerseits die Verbräuche für Heizenergie und Strom, die nicht selten signifikant über den prognostizierten Planwerten liegen. Andererseits lässt sich eine deutliche Unzufriedenheit der Nutzer
mit dem Raumklima feststellen. Massive Beschwerden über die Luftqualität und insbesondere Überhitzungsprobleme bereits in der Übergangszeit sind der Normalfall. Hinzu kommt, dass die eingebaute Technik sehr kompliziert ist und von den Hausmeister/innen und Gebäudebetreuern in der Regel nicht mehr verstanden und bedient werden kann, geschweige denn dass Ursachen für Beschwerden und Fehler gefunden werden, so dass diese abgestellt werden können. Die Folge sind eine große Nutzerunzufriedenheit, Beschwerden bis hin zu offenem Widerstand gegen energieeffizientes Bauen.


Inhalte:

Hintergründe:
- Gesetzliche Entwicklungen
- Was ist ein Passivhaus
- Ergebnisse von Nutzerbefragungen
- Was ist "gute Raumluft"

Mängel in Passivhäusern und deren Behebung:
- Fehler bei zentralen und dezentralen Lüftungsanlagen
- Schutz vor Überhitzung
- Regelung von Sonnenschutz
- innere Wärmequellen
- Probleme bei Beleuchtung
- wieviel Automation ist sinnvoll

Einbindung von Nutzern:
- Organisation von Planung und Bauablauf
- Einbindung der Nutzer in Planung und Bauablauf
- Einregulierung des Gebäudes
- Einweisung von Nutzern in die Anlagentechnik
- Einbeziehung der Nutzer in den laufenden Betrieb des Gebäudes.
Entgelt

120.00 Euro

Die Anmeldung ist möglich bis
13.02.2018
Referent/in

Michael Brieden-Segler

Termin

13.03.2018
13.30 Uhr bis 17.00