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Rheinisches Studieninstitut für
kommunale Verwaltung in Köln


Wohngeldantragsverfahren – fit für 2020 42030119



Die Erhöhung des Wohngelds durch das geplante Wohngeldstärkungsgesetz und damit eine Zunahme der Wohngeldhaushalte wird auch gerade kurzfristig Personalmehr- und Fortbildungsbedarfe nach sich ziehen. Insbesondere dürfte zunächst besonders die Zahl der Anträge steigen. Die Einweisung in das IT-Verfahren für die Wohngeldsachbearbeitung allein reicht nicht aus - es bedarf zwingend einer Einführung in die Rechts- und Verwaltungsvorschriften. Dieses Seminar führt Kolleginnen und Kollegen mit ersten praktischen Erfahrungen in den Wohngeldbehörden näher an das Wohngeldrecht heran und bietet Beschäftigten, die schon länger dabei sind, die Gelegenheit, ihre Kenntnisse aufzufrischen. Nach einer Einführung und einem Überblick über die Berechnungsgrößen rückt die Antragssachbearbeitung auf der Basis der einschlägigen Verfahrensvorschriften ins Blickfeld. Manchmal lassen sich auf Grund der Rechts- oder Verwaltungsvorschriften auch tradierte Vorgehensweisen „verschlanken“. Lassen Sie sich fit machen für das Wohngeldstärkungsgesetz. Die schwierigeren Themen (z.B. Lastenberechnung, Einkommensermittlung bei Selbstständigen, Spezialfälle des Wohngeldausschlusses, Unterhaltsprüfung, Einzelfälle beim Rechtsübergang) werden in diesem Seminar nicht behandelt.

Jeder Bewilligung oder Ablehnung geht ein Antragsverfahren voraus. Bei der Entscheidung über einen Wohngeldantrag sind nicht nur die Vorschriften des Wohngeldgesetzes, der Wohngeldverordnung und der aktuellen Wohngeld-Verwaltungsvorschrift, sondern auch viele allgemeine Verfahrensvorschriften des SGB I und SGB X zu beachten. Schon durch zielführende Kundengespräche und eine frühzeitige Prüfung, ob die Antragsunterlagen vollständig und richtig sind sowie durch eine etwaige umgehende Anforderung fehlender Informationen und Unterlagen können die Bearbeitungszeit deutlich verkürzt, zeitraubende Nachfragen der antragstellenden Personen vermieden und zügig die Entscheidungsreife hergestellt werden.

Der Vollzug des Wohngeldrechts ist nicht so schwierig, wie viele Kolleginnen und Kollegen meinen – oftmals fehlt lediglich die Entscheidungsfreude.

Inhalte:
1 Einführung
1.1 Grundzüge des Wohngeldrechts
1.2 Wohnraum und Wohngeldberechtigung

2 Berechnungsgrößen des Wohngelds im Überblick
2.1 Haushaltsmitglieder
2.2 Miete und Belastung
2.3 Einkommen

3 Von der Antragstellung bis zur Entscheidungsvorbereitung
3.1 Entgegennahme von Anträgen
3.2 Sachverhaltsermittlung sowie Auskunfts- und Mitwirkungspflichten
3.3 Plausibilitätsprüfung
3.4 Prognoseprinzip

4 Positive Entscheidung über den Antrag
4.1 Bewilligung von Wohngeld
4.2 Erteilung einer Auflage bei Selbstständigen

5 Negative Entscheidung über den Antrag
5.1 Ablehnung der Höhe nach
5.2 Ablehnung wegen Wohngeldausschluss
5.3 Ablehnung wegen fehlendem Wohngeldanspruch
5.4 Ablehnung nach den Grundsätzen der materiellen Beweislast

6 Übergangsrecht im Überblick


Teilnehmerkreis:
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Wohngeldbehörden (einschließlich Leitungen), Fachaufsichtsbehörden, Widerspruchsbehörden und Rechnungsprüfungsbehörden
Entgelt

180.00 Euro

Die Anmeldung ist möglich bis
11.10.2019
Referent/in

Dr. rer. pol. Frank Hinrichs

Termin

11.11.2019
09:00 - 16:00